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Die Liebe von Callie & Kayden (Jessica Sorensen)

Endlich komme ich dazu, auch zum zweiten Teil der Geschichte um Callie und Kayden eine Rezension zu schreiben. Wie schon vom ersten Buch, bin ich auch vom zweiten ganz verzaubert. ❤

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Nach den dramatischen Erlebnissen am Ende des ersten Teils tappt man als Leser ein wenig irritiert durch den Anfang des zweiten Bandes. Wer erwartet, die Handlung würde nahtlos an die letzten Seiten von „Die Sache mit Callie & Kayden“ anknüpfen, der wird überrascht sein. Und wer außerdem erwartet, Kaydens Situation mit dem Wissen aus Band 1 vollends zu verstehen, der irrt zusätzlich. „Die Liebe von Callie & Kayden“ rollt alles noch einmal auf – wer ist Schuld an Kaydens Unglück? Tatsächlich sein Vater, oder vielleicht doch nur er selbst?

In diesem Buch gehen Kayden und Callie an ihre Grenzen. Sie kämpfen gegen sich selbst, und vor allem Kayden gegen seine widersprüchlichen Gefühle – die vor allem darum kreisen, sich Callie nicht entziehen zu können, obwohl es ihr ohne ihn so viel besser gehen würde. Und schließlich, nach endlosem Verweigern, Verlieren, Wiederfinden, Aufgeben und Gewinnen, machen sich sowohl Kayden als auch Callie endlich auf, um aus ihren Schatten heraus zu treten, Stellung zu beziehen und für sich selber aufzustehen.

Ich liebe kaputte Charaktere, das habe ich schon oft angemerkt. Und weil das so ist, kam ich in diesem Buch wieder sehr auf meine Kosten. Für mich war es ein absoluter Hochgenuss, Kayden durch seine Abgründe und wiedersprüchlichen Empfindungen zu begleiten. Ohne zu wissen, was genau denn nun eigentlich tatsächlich an dem letzten Abend in Band 1 passiert ist, und woher Kaydens schwere Verletzungen der Vergangenheit wirklich rühren, deckt der Leser nach und nach Kaydens Geschichte auf. Am Ende des Buches ist es dann allerdings Callie, die ihrer Odyssee ein Ende setzt, und sich endlich von der Vergangenheit frei macht. Als ich gelesen habe, wie sie das anstellt, habe ich dann auch ein, zwei Tränchen verdrücken müssen.

Im Laufe des Buches sind mir auch Seth und Luke immer mehr ans Herz gewachsen. Wie auch schon in Band 1 werden auch bei diesen beiden Neben-Charakteren dunkle Seiten und Erlebnisse mehr oder minder klar angedeutet, in diesem Buch stand für mich aber viel mehr im Vordergrund, was für eine wundervolle, verlässliche Freundschaft zwischen den Vieren entstanden ist und sich nun nach und nach immer mehr festigt.

Positiv fand ich, dass in diesem 2. Band zwar immer noch auf die verschiedenen Probleme aller Charaktere eingegangen wird, diese aber nicht mehr ganz erzwungen wirkten, wie in „Die Sache mit Callie & Kayden“. Dort hatte ich das Gefühl, es müsse immer wieder überdeutlich betont werden, wie zerstört die Protagonisten doch sind, was alles fürchterliches passiert ist und wie schrecklich doch alles eigentlich ist. In „Die Liebe von Callie & Kayden“ passte alles etwas flüssiger zusammen, alles fügte sich – meiner Meinung nach deutlich weniger gezwungen – zusammen und ergab am Ende ein rundes Bild. Das Hin und Her zwischen Callie und Kayden hätte allerdings nicht viel länger dauern dürfen, sonst wäre es mir wohl irgendwann langweilig geworden. Aber das ist zum Glück nicht passiert. 😉

Von mir gibt es also eine Leseempfehlung – vor allem, wem der erste Band gefallen hat, sollte hier unbedingt wieder zugreifen. Ohne die Vorkenntnisse aus Band 1 könnte es allerdings schwer werden, aber das ist nur ein weiterer Grund, zu beiden Büchern zu greifen. 😉

Das Buch ist beim Heyne Verlag mit der ISBN 978-3-453-53457-5 erschienen und kann dort für 8,99€ gekauft werden.

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