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Der Ruf des Kuckucks (Robert Galbraith)

Ich habe dieses Jahr zu Weihnachten kein einziges Buch geschenkt bekommen. Und ja, an dieser Stelle sind mitleidige „Ohhh“s und „Ahhh“s durchaus angebracht. Die müssen aber nicht besonders laut sein – ich bin ja nicht völlig leer ausgegangen. Ich habe stattdessen zwei Gutscheine bekommen.

Wie ihr schon in einem anderen Beitrag lesen konntet, finde ich es immer unheimlich schwer, mir von Gutscheinen neue Bücher zu kaufen. Dieser fürchterliche Entscheidungsdruck: Nimmt man 2 Hardcover, 4 Taschenbücher, 2 Softcover und 1 Hardcover… Hach! Aber als ich dann in den Laden kam, lag es da. Das letzte Exemplar auf einem Mängelexemplar-Stapel mit keinem einzigen Mangel außer dem Mängelexemplar-Stempel (würde nicht auch ein Zettel reichen?) und damit etliche Euros preiswerter als normalerweise.

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„Der Ruf des Kuckucks“ ist der erste Band der Reihe um den Privatdetektiv Cormoran Strike – aus der Feder des J. K. Rowling Pseudonyms Robert Galbraith. Die Harry Potter Bücher habe ich geliebt – liebe ich auch diesen Krimi?

Aber hallo! Ich bin begeistert!

Bereits den Buchumschlag finde ich ganz zauberhaft. Die ineinander fließenden Blau-Töne, das Motiv der Straße, der Laterne und des Mannes – alles in allem ist das genau die richtige Dosis Geheimnis und Mystik, um einen spannenden Krimi zu erwarten, finde ich. Aber nun zur Handlung:

Cormoran Strike, uneheliches Kind eines Rockstars und invalider Afghanistan-Veteran hat eine eher schlecht laufende Privatdetektei. Neben Unmengen an Schulden, psychischen Altlasten durch eine verkorkste Kindheit und einer gescheiterten Beziehung mit der Liebe seines Lebens quälen Strike nicht zuletzt auch die Folgen des Verlust seines Unterschenkels und die Tatsache, dass er auf einer Klappliege in seinem Büro schläft. Als ihm eine Zeitarbeitsfirma die neue Sekretärin Robin vermittelt und unverhofft endlich wieder ein Klient in Strikes Büro auftaucht, scheinen sich die Dinge endlich zum Guten zu wenden.

John Briskow, Bruder eines verstorbenen Schulfreundes Strikes bittet um Hilfe – seine Adoptiv-Schwester Lula Landry, ein Supermodel, hat einen Sturz vom Balkon ihrer Wohnung nicht überlebt. Während die Polizei einen Selbstmord für bewiesen hält, ist sich Briskow sicher: seine kleine Schwester ist ermordet worden.

Durch gute, alte Ermittlungsarbeit, brillante Kombination, eine überraschend effiziente Sekretärin und letztendlich genau den richtigen Riecher, gelingt es Strike am Ende, Lula Landrys Tod aufzuklären. Im Laufe des Buches befragt Strike die verschiedensten Zeugen, so z. B. Laundrys Ex-Freund, Chauffeur und Freundinnen aber u. a. auch ihre leibliche und ihre Adoptiv-Mutter. Mit jeder Aussage, die er durch gekonnte Verhörmethoden zu Tage fördert, gelingt es ihm, das Puzzle um Lulas Tod weiter zusammen zu setzen. Vor allem die letzten Puzzle-Teile kamen dabei für mich so unerwartet, dass ich am Ende mit offenem Mund und Fragezeichen in den Augen vor dem Buch saß.

Ich habe das Buch praktisch verschlungen und mich keinen einzigen Moment lang gelangweilt. Der kratzige, introvertierte Strike war mir ebenso sympathisch wie die intelligente, schüchterne Sekretärin Robin und auch die Nebenrollen wurden jeweils ihren Rollen entsprechend tiefgründig dargestellt. Alles in allem ist das Buch genau das, was ich mir unter einem spannenden Krimi vorstelle – hier geht es nicht um Blut und übermäßig grausame Darstellungen der Tat, sondern um das Ermittlen und Falllösen an sich.

Ich kann es kaum erwarten, mir in den nächsten Wochen gleich noch Teil 2 der Reihe, „Der Seidenspinner“, zu kaufen. Für „Der Ruf des Kuckucks“ gibt es von mir auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung!

Das Buch ist beim blanvalet Verlag mit der ISBN 978-3-7645-0510-3 erschienen und kann dort für 22,99€ gekauft werden.

PS: Jaa, ich weiß, für fotografische Meisterleistungen muss ich noch etwas üben – aber hey, Hauptsache, das Buch ist erkennbar 😛

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5 Kommentare zu „Der Ruf des Kuckucks (Robert Galbraith)

    1. Ach, schäm Dich nicht. Manche Bücher passen eben einfach nicht, egal, wie sehr man sich bemüht. Stell es ins Regal und irgendwann versuchst Du es noch mal damit. (Denn um ehrlich zu sein ist der Anfang tatsächlich etwas zäh – es wird dann aber besser!) Und wenn es tatsächlich niemals zu passen scheint, dass verschenk es doch, vielleicht freut sich eine Freundin darüber? 🙂

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  1. Hallihallo! 🙂

    Ich bin Mitglied einer erst kürzlich gegründeten Seite ( https://bloggervernetzt.wordpress.com/about/ ), dort sammeln wir alle möglichen Rezensionen von den verschiedensten Buchblogs. Natürlich stehen wir noch ganz am Anfang, aber jeder hat ja mal klein begonnen.^^ Jedenfalls soll dieser Blog eines Tages ein ganz großes „Buchblog-Rezensionen-Netzwerk“ werden. Und jedem Blogger, der dazu beiträgt, sind wir sehr dankbar! 🙂 Deswegen jetzt meine Frage an dich: Darf ich deine Rezension hier zu „Der Ruf des Kuckucks“ dort verlinken? (Bzw. darf ich in Zukunft generell Rezensionen von dir dort verlinken?)

    Ganz herzliche Grüße ♥,
    Janine

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    1. Hallo Du Liebe,

      vielen Dank für Dein Interesse. 🙂 Ich werde mir die Seite demnächst mal in Ruhe anschauen und Dir dann noch einmal eine Mail dazu schreiben. Wollen wir so verbleiben? 😉

      Liebe Grüße
      Jule

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