Rezensionen

Die Schattengänger-Reihe (Christine Feehan)

Die letzten Wochen habe ich mich mal wieder durch eine Reihe gelesen, deren erste Teile schon seit mehreren Jahren in meinem Regal stehen. Obwohl Christine Feehan schon viele Bücher geschrieben hat, konnte mich bisher nur ihre Schattengänger-Reihe überzeugen. Von den bisher 10 erschienen Teilen mag ich dabei nicht alle gleich gern, über die Jahre haben sich einige Lieblinge gefunden, andere werden nur der Vollständigkeit halber jedes Mal wieder mitgelesen.

Erschienen sind bisher:

  1. Jägerin der Dunkelheit – Ryland & Lily
  2. Spiel der Dämmerung – Nico & Dahlia
  3. Tänzerin der Nacht – Gator & Flame
  4. Schattenschwestern – Jack & Briony
  5. Düstere Sehnsucht – Ken & Mari
  6. Fesseln der Nacht – Jesse & Saber
  7. Magisches Spiel – Kaden & Tansy
  8. Schicksalsbund – Mack & Jaimie
  9. Im Bann des Jägers – Kane & Rose
  10. Spiel der Finsternis – Sam & Azami

Worum geht es?

Alles in allem musste ich die Reihe tatsächlich mehrmals lesen, um wirklich alle ineinander verworrenen Puzzlestückchen und Fäden auseinander klabüstern zu können und die Handlung komplett zu verstehen. Einfach gesagt geht es um einen verrückten Wissenschaftler, der Soldaten und Frauen in illigalen Expermenten genverändert, um Supersoldaten für amerikanische Kampfeinsätze zu erschaffen. Diese Tatsache ist dabei in ein mehr als umfangreiches Konstrukt aus Betrug, Megalomanie, Landesverrat, Sex, Mord, Liebe, Krieg und Verschwörung eingewoben.

Das erste Buch beginnt mit den Geschehnissen in einer Forschungseinrichtung der Whitney-Stiftung. Peter Whitney, megalomanischer Wissenschaftler mit Geld und Förderern der amerikanischen Regierung hat die übersinnlichen Fähigkeiten einer Gruppe Soldaten verstärkt und nimmt Versuche an ihnen vor.

Ryland Miller und sein Team werden getrennt voneinander in Käfigen der Forschungseinrichtung gehalten und beobachtet. Sie sind die Probanden eines wahnwitzigen Versuches, der schon einige von Millers Männern das Leben gekostet hat. Die verbliebenen Männer haben mit Gehirnblutungen und anderen körperlichen Problemen zu kämpfen, da sie die mentalen Veränderungen, die Whitney an ihnen vorgenommen hat, nicht vertragen.

Als Lily Whitney, Peters Tochter das Labor betritt, weiß Ryland sofort, dass etwas an ihr anders ist. Und auch sie spürt eine Verbindung zu dem Soldaten, die sich nicht erklären lässt. Als sie immer mehr über die Machenschaften ihres Vaters herausfindet, ist klar: Sie muss den Soldaten zur Flucht verhelfen. Mithilfe ihrer Zugangsberechtigung zu den Einrichtungen des Labors und den gesteigerten übersinnlichen und körperlichen Fähigkeiten der Männer gelingt es allen, vor Peter Whitney zu fliehen und Unterschlupf in einem sicheren Quartier zu finden.

Als Whitney stirbt und Lily geheime Unterlagen über Mädchen findet, an denen ebenfalls Versuche vorgenommen wurden, überschlagen sich die Ereignisse und bald steht fest: Es gibt noch mehr Männer und Frauen, die grausame Joch von Peter Whitneys Wahnsinn ertragen mussten. Die Schattengänger schließen sich zusammen, um den Grund für ihr Schicksal zu ergründen und den Mädchen zu helfen, mit den mentalen Veränderungen zurecht zu kommen.

In jedem Buch geht es schließlich um jeweils einen Soldaten und eine der jungen Frauen, die Whitney als Kinder in seiner Gewalt hatte. Bald fällt den Soldaten eine grausame Verbindung zwischen den einzelnen Paaren auf – Whitney scheint sie einander als Paare angelegt zu haben! Im Laufe der Geschichte werden immer mehr Teile der gigantischen Verschwörung und ihrer Beteiligten aufgedeckt, über die ich hier nicht zu viel verraten will.

Fazit:

Auch wenn ich mich nicht an der Diskussion „Was ist ein gutes Buch und was ist große Literatur?“ beteiligen möchte, kann ich für mich sagen, dass man die einzelnen Bücherwohl nicht unbedingt als weltbewegend und literaturhistorisch wertvoll bezeichnen kann. Platte Dialoge, völlig überzogene Sex-Szenen und übertriebener Gebrauch von immer gleichen Formulierungen mischen sich mit einer gut durchdachten, spannenden Story, bei der ich zwischendurch immer wieder Aha- und Wow-Momente hatte.  Und auch wenn alle Männer, den gleichen Lehrgang zum Thema „Wie habe ich Sex mit einer Frau?“ besucht zu haben scheinen, ähnelt kaum eine Figur der anderen und  jeder Charakter, sowohl gut, als auch böse (wobei die Grenzen hierbei häufig zerfließen), hat seine Eigenarten, die ihn von anderen unterscheiden.

Besonders gern habe ich mittlerweile die Norton-Zwillinge Jack und Ken (Hach, Jack! <3) sowie Mack und Kane, die zu einem zweiten Team gehören, das im Laufe der Zeit mit dem ersten Team von Ryland Miller aufeinander trifft. Die Geschichte um Sam und Azami lag mir bisher am wenigsten, da hier keine all zu spannenden neuen Handlungsstränge eröffnet werden.

Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit der Geschichte weiter geht – der 11. Teil soll 2015 erscheinen.

Insgesamt lese ich die Bücher immer wieder gerne und kann sie jedem empfehlen, der einer spannenden Story mit Soldaten, Liebe, Intrigen, Gewalt, Hoffnung und Vertrauen nicht abgeneigt ist.

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