Rezensionen

Killerinstinkt (Stephan Harbort)

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Im Moment verweilt das Berliner Schwesterkind bei mir und zu solchen Besuchsanlässen wird ja meist geshoppt – man muss schließlich Entertainment bieten. So ging es also in die Rostocker Innenstadt, und dort kamen wir am Thalia und seinen Mängelexemplarkörben vorbei. Ich persönlich habe ja nichts gegen ME, deshalb haben wir uns ordentlich die Taschen vollgehauen. Abends kamen wir dann völlig k.o. und mit prallen Einkaufstüten nach Hause und ich musste eines der Bücher noch direkt vorm Schlafengehen einatmen.

Das Buch „Killerinstinkt“ von Stephan Harbort hatte ich irgendwann mal auf einem anderen Blog gesehen, war direkt von der Rezension angetan und notierte das Buch gleich auf meinem Wunschzettel. Dort stand es dann lange, lange Zeit – bis vorgestern.

„Killer Instinkt – Serienmördern auf der Spur“, beim dem Titel kriegen eingefleischte Criminal Minds Fans wie ich ja direkt erst mal ein bisschen Schnappatmung. Hätte ich aber gar nicht kriegen müssen, denn insgesamt hat mich das Buch nicht mal im Ansatz so sehr mitgerissen, wie es die damalige Rezensionen und meine daraufhin entwickelte Vorstellung haben vermuten lassen.

Was macht Menschen zu Mördern?

Warum wird en fürsorglicher Ehemann zum kaltblütigen Killer? Was bringt einen Krankenpfleger dazu, seine Patienten zu töten? Stephan Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmordexperte, hat mit vielen Tätern gesprochen, um ihren Motiven auf den Grund zu gehen. In Killerinstinkt versammelt er spektakuläre Mordfälle und gewährt uns einen persönlichen und exklusiven Einblick in die Arbeit mit Tätern, Opfern und Angehörigen.“

(Rückentext)

Ich habe erwartet, dass tatsächlich anhand von Beispielen hergeleitet wird, welche Gründe es für die gewalttätigen Veranlagungen von Serienmördern gibt. Aber das war nur ansatzweise der Fall.

Das Buch besteht aus mehreren Fällen, also Mordserien. Das Buch zählt die einzelnen Bestandteile der Taten auf, sprich, die einzelnen Morde, Vergewaltigungen oder anderen Angriffe. Unterstützt wird dies durch Aussagen der Mörder selbst, von Opfern oder auch Angehörigen. Der Autor, der im Buch auch beschreibt, wie er sich mit einzelnen Tätern getroffen und diese interviewt hat, versucht stets, Motive für die Taten der Serienmörder zu finden.

Ich bin mir nicht sicher, was genau ich erwartet habe, trotzdem war ich von dem Buch enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet, psychologische Untersuchungen, keine reinen Beschreibungen der Tatabläufe sondern… Ach, ich weiß auch nicht. Dafür, dass der Buchrücken mir einen Blick in die Seele des Täters versprach, gab es zu wenig Einblicke in den Täter und vielmehr Einblicke in Polizeiakten und Ermittlungsarbeiten.

Alles in allem ein Buch, dass sich gut, flüssig und einfach verständlich las – aber kein Pageturner, der mich nicht mehr wissen ließ, wohin mit meiner Begeisterung. Solide, aber nicht außergewöhnlich.

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3 Kommentare zu „Killerinstinkt (Stephan Harbort)

    1. Ja, genau! Der Begriff hätte mir mal einfallen sollen! 🙂 Genau so isses nämlich!
      Soo viel hab ich leider nicht gefunden, aber immerhin zwei, drei Bücher, die schon lange auf meiner Wunschliste standen. 🙂

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      1. Ich ärgere mich dann immer, wenn ich doch eins zurückgelassen habe 🙂 und dann will ich gerade das jetzt und sofort lesen und haben. Schlimm 🙂
        Hab ein schönes Wochenende

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