Rezensionen

Eine Handvoll Worte (Jojo Moyes)

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„Die Journalistin Elli durchforstet ihr Zeitungsarchiv nach einer Geschichte – und findet einen Liebesbrief aus den Sechzigerjahren: Ein Mann bittet seine Liebste, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm zu fliehen. Ohne recht zu wissen, warum sie so fasziniert ist, stellt Ellie erste Nachforschungen an. Wer hat diesen Brief geschrieben? Wer war die Frau, an die er sich richtete? Und was ist aus den beiden Liebenden geworden? Bald schon spürt sie, wie sie selbst immer mehr in das Netz aus Leidenschaft, Ehebruch und Verlust hineingezogen wird…“ (Rückentext)

 

In der letzten Woche habe ich ein Buch gelesen, dass schon sehr lange auf meiner Wunschliste stand. Die Bloggergemeinde hatte sich schon mehr als ausführlich über das Buch ausgelassen, und ich war sehr lange sehr neugierig auf das Buch. Nun kann ich endlich mitreden und ich muss sagen: Ich liebe es! 🙂

Jojo Moyes hat in ihrem Buch die Geschichten zweier Frauen verknüpft, die zuerst einmal abwechselnd erzählt werden, und sich dann zu einer einzigen Geschichte verknüpfen.

Ellie Haworth, Reporterin bei einer Zeitung, steckt fest in einer unglücklichen Beziehung mit einem verheirateten Mann. Sie weiß, er wird niemals ihr gehören, doch sie hat weder den Mut noch die Kraft, sich trotzdem von ihm zu lösen und den vorrübergehenden Schmerz der Trennung hinzunehmen. Als Ellie von ihrer Chefin den Auftrag für einen Artikel erhält, stößt die junge Frau im Zeitungsarchiv auf einen alten Liebesbrief, dessen Worte sie nicht mehr loslassen.

Auf der anderen Seite steht Jennifer. Unterdrückt von ihrem gefühlskalten Ehemann, lebt sie in den 60er Jahren in einem goldenen Käfig, inmitten von perfekt ausgerichteten Parties, perfekten Freunden, perfekten Kleidern und perfekten Frisuren. Jennifers Geschichte beginnt damit, dass sie nach einem schweren Verkehrsunfall aus dem Koma erwacht, und keinerlei Erinnerung an die Zeit vor dem Unfall besitzt. Je mehr sie aus ihrem Umfeld über sich und ihr vorheriges Leben erfährt, desto unzufriedener und apathischer wird sie. Bis sie eines Tages einen Liebesbrief in ihrem Schrank findet, und schließlich weitere in anderen Verstecken überall im Haus. Sie beginnt sich nach dem fremden Mann zu sehnen, der ihr so wundervolle Worte geschrieben hat, sie zu lieben scheint – gleichzeitig bekommt sie Angst, Angst vor den Konsequenzen – Scheidung, Ehebruch, so etwas gab es einfach nicht, schon gar nicht als Frau.

Je weiter die Geschichte Jennifers Vergangenheit, also ihr Leben vor dem Unfall aufdeckt, desto besser lernt man sie kennen. Und bald erfährt man auch, wer der geheimnisvolle Briefeschreiber ist – Anthony, ein Reporter, der für eine Zeitung arbeitet. Wie sich Anthony und Jennifer lieben lernen, sich aus den Augen verlieren, wieder zu einander finden und dann für immer getrennt werden – ach, was habe ich mit ihnen gelitten. So herzzerreißend schön, bittersüß und schrecklich traurig zugleich. Die Welt scheint einfach nicht bereit für dieses wundervolle Paar.

Immer wieder schwenkt die Geschichte zwischen Jennifer und Ellie.

Ellie hat ihre eigenen Probleme, kommt im Job nicht hinterher, weil sie langsam aber sicher von der Beziehung aufgefressen wird, aus der sie einfach keinen Ausweg findet. Irgendwann kann sie die Spur der Briefe zurückverfolgen – was nicht nur für sie selbst ein Happy End bedeutet – denn die Briefeschreiber sind ihr näher, als sie denkt!

Das Ende des Buches hat mich wirklich verzaubert. Nicht zu kitschig, aber wundervoll romantisch. So stelle ich mir wahre Liebe vor – so und nicht anders.

Die verschiedenen Charaktere sind toll beschrieben, auch wenn Ellie mir ein klein wenig zu farblos blieb. Und wenngleich die Geschichte zuerst einmal etwas verwirrend ist, weil sie zwischen drei verschiedenen zeitlichen Ebenen hin und her springt, die dann auch noch aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt werden – „Eine Handvoll Worte“ hat mich restlos überzeugt! Ich hatte am Ende Pipi in den Augen, genau wie auch zwischendurch immer mal wieder. Jojo Moyes nächstes Buch steht schon auf meinem Wunschzettel.

Ich lege euch dieses Buch wirklich ans Herz, wenn ihr etwas Liebe und Herzschmerz genauso schön findet, wie ich.

Das Buch ist beim Rowohlt Verlag mit der ISBN  978-3-499-26776-5 erschienen und kann dort für 14,99€ gekauft werden.

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