Rezensionen

Im Sog der Gefahr (Toni Anderson)

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Nach der Eröffnung meines Blogs am 29.03.2014 begann ich damit, bei Verlagen nachzufragen, ob ich Bücher für sie rezensieren dürfte. Der Egmont Lyx Verlag war einer der ersten, der mich mit einer positiven Antwort überraschte. Nach mehreren E-Mails mit einer sehr sympathischen Mitarbeiterin hielt ich dann schließlich mein erstes Rezensionsexemplar in den Händen.

„Im Sog der Gefahr“ von Toni Anderson.

 

„In einem versunkenen Schiffsrack vor der Küste von Barkley Sound wird die Leiche eines Tauchers entdeckt – ein großes Messer ragt noch immer aus seiner Brust. Sergeant Holly Rudd sucht fieberhaft nach Spuren und stößt dabei schnell auf wohlgehütete Geheimnisse: Es scheint eine Verbindung zwischen dem toten Taucher und dem Mord an einer Frau und ihrem kleinen Sohn zu geben, der nie gelöst werden konnte. Holly ist fest entschlossen, beide Fälle so schnell wie möglich aufzuklären, doch das ist leichter gesagt als getan. Die Bewohner des verschlafenen Küstenstädtchens begegnen ihr mit Ablehnung und fehlender Kooperationsbereitschaft. Dass Holly der ermordeten Frau zum Verwechseln ähnlich sieht, erschwert ihr Ermittlungen zusätzlich. Niemand scheint Interesse daran zu haben, die Verbrechen aufzuklären, und Holly verdächtigt bald jeden Bewohner, in die Fälle verstrickt zu sein. Auch dem Hilfsangebot von Finn Carver, Tauchlehrer und Ziehsohn des Hauptverdächtigen, begegnet sie mit Skepsis – dabei kann sie sich seiner Anziehungskraft trotz bester Vorsätze kaum entziehen. Als sie bei ihrer fieberhaften Suche nach dem Täter plötzlich selbst ins Visier des Killers rückt, wird ihr Vertrauen auf eine harte Probe gestellt – und bringt sie in größte Gefahr.“ (Klappentext)

Die Wahrheit liegt in der Vergangenheit.

Als Tauchlehrer Finn Carver in einem versunkenen Schiffswrack eine Leiche entdeckt, handelt ihm das gleich mehrere Probleme ein: Die Tatwaffe gehört seinem besten Freund, und alle Spuren führen zu seinem Bruder. Um beide zu schützen, umgarnt er die attraktive Ermittlerin Holly Rudd, die seinem Charme nur schwer widerstehen kann. Als Holly aber in das Visier des Killers gerät, muss Finn feststellen, dass sie ihm mehr bedeutet, als ihm lieb ist – und eine schwierige Entscheidung treffen!“ (Rückentext)

 

Obwohl Klappen- und Rückentext schon ziemlich viel vorweg nehmen und einen sehr umfassenden Eindruck der Story bieten, habe ich mir vorgenommen, völlig unbeleckt und vorurteilsfrei an das Buch heranzugehen. Das war auch ganz gut so, denn anders als erwartet war die Geschichte nicht ganz so, wie es die Buchbeschreibung vermuten lässt.

Die ersten Seiten schildern einen Mord an einer jungen Frau und ihrem Kind, der mich schon in der Leseprobe für sich begeistert hatte. Mit dem Start des ersten Kapitels beginnt dann die eigentliche Geschichte, die sich durchweg sehr angenehm flüssig liest und mit vielen, unerwarteten Wendungen erst ziemlich zum Schluss in ihrem Höhepunkt gipfelt.

Finn Carver, Ex-Soldat der Special Forces und Tauchlehrer der hiesigen Tauchstation findet gemeinsam mit seinem Ziehvater Thom Edgefield eine Leiche in einem Schiffswrack, von dem noch niemand außer ihnen weiß. Nachdem sie den Fund bei der Polizei gemeldet haben, wird das kleine Städtchen bald von Polizisten überrannt.

Die Leitung des Falls hat Sergeant Holly Rudd, Tochter des Deputy Commissioners. Finn und Holly kommen sich schnell näher, stellen aber ebenso schnell fest, dass sie der Versuchung widerstehen müssen – Holly, weil sie sich nicht mit einem Verdächtigen einlassen darf, Finn, weil er das Messer in der Leiche als das Thoms Messer identifiziert hat und das vor Holly verschweigen muss.

Erschwerend kommt hinzu, dass Holly der im Epilog getöteten Frau zum Verwechseln ähnlich sieht.

Da die Ermittler auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens stoßen, gibt es in dem Fall zunächst kein Vorankommen. Finn und Holly hingegen kommen sich im Laufe der Geschichte immer näher. Dies war eines der Dinge, die mich an diesem Buch gestört haben. Immer wieder führen Finn und Holly Monologe oder auch Dialoge, warum sie einander nicht haben können, voneinander lassen sollten, sich aber doch wollen und so weiter. Bereits nach zwei Tagen gesteht sich jeder von ihnen ein, dass sie den anderen lieben, sie niemand anderen jemals wieder in ihrem Leben haben wollen und so weiter. Sicher, die Romantik und Erotik waren ansprechend, aber an vielen Stellen einfach unrealistisch und übertrieben.

Nichts desto trotz habe auch ich mich gefreut, als die Beiden endlich zusammen gefunden haben.

Ob die Ermittler den Mord schließlich aufklären können, und inwiefern der Mord an der jungen Frau und ihrem Sohn aus dem Epilog mit den Geheimnissen des Städtchens zusammen hängt, werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Sehr gut gefallen hat mir allerdings, dass die Geschehnisse auf eine so überraschende Art und Weise verflochten sind, dass ich vor dem Buch saß und dachte „NEIN! BOAH!“

Alles in allem ist „Im Sog der Gefahr“ für mich nicht unbedingt ein Pageturner oder ein Buch, das ich zig Male wieder lesen würde, so wie ich es mit meinen Lieblingsbüchern mache. Aber trotzdem war es unterhaltsam, hat mir Spaß gemacht und ich hatte den einen oder anderen Woow-Moment, und das ist bei Krimis schließlich auch nicht unwichtig.

Mir hat das Buch gut gefallen und einen spannenden Nachmittag beschert – und vor allem diejenigen, die auf sog. Romantic Thrill u.ä. stehen, kommen mit diesem Buch definitiv auf ihre Kosten.

Das Buch ist beim Egmont Lyx Verlag mit der ISBN 978-3-8025-9277-5 erschienen und kann dort für 9,99€ gekauft werden.

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