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Ein Abend in Paris (Nicolas Barreau)

Eines Abends in Paris

Der vergangene Sonntag bescherte mir ein wirklich wundervolles Buch. Mit Witz, Charme, Leichtigkeit und Wortreichtum hat Nicolas Barreau seine Pariser Liebesgeschichte so erfrischend schön geschrieben, dass ich gar nicht anders konnte, als sein Werk in einem Rutsch durchzulesen.

Alain Bonnard war schon immer ein Film-Liebhaber. Als er das kleine, altmodische Kino seines Onkels erbt, ist für ihn klar: Was er schon in seiner Kindheit liebte, will er behalten, hüten wie einen Schatz und das geliebte Cinéma Paradis in seiner ursprünglichen Form weiter führen. Schnell holt ihn die Realität auf den Boden der Tatsachen zurück. Kleine Programmkinos wie das seine, in denen es nicht einmal Popcorn gibt, sind in der modernen Gesellschaft nicht mehr unbedingt ein Publikumsmagnet. Mit der Idee eines speziellen Romantik-Programms gelingt es ihm jedoch, einige Stammgäste für sich zu gewinnen.
Eine von ihnen ist Mélanie, eine junge Frau in rotem Mantel. Sie kommt jeden Mittwoch in Alains Kino, ist stets allein und sitzt immer in Reihe 17. „Immer wenn ich die Liebe suche, gehe ich ins Cinéma Paradis“, verrät sie ihm eines Tages.

Und um die Liebe, genau darum geht es in Barreaus Roman.
Alain verliebt sich unsterblich in Mélanie, doch die Irrungen und Wirrungen des Lebens erlauben es ihnen nicht, tatsächlich zueinander zu finden.
Nach einer romantischen Nacht und einem folgenschweren Angebot des Regisseurs Alan Wood und der Schauspielerin Soléne Avril, das Alain nicht ausschlagen kann, scheint es, als würde er seine Traumfrau niemals wieder sehen.

Vor der Szenerie eines wunderschönen Paris, mit charmanten Darstellungen der französischen Leichtigkeit erzählt Barreau, welche Mühen Alain auf sich nimmt, um die wahre Liebe zu finden. Wer noch nicht in Paris war, wird nach dem Lesen des Buches sicherlich ebenso viel Fernweh im Bauch haben, wie ich. Wer schon einmal Urlaub in der „Stadt der Liebe“ machen durfte, wird den einen oder anderen Ort mit Sicherheit wieder erkennen.

Doch nicht nur die malerischen Beschreibungen der Stadt verleihen dem Buch ein unwiderstehliches Flair, sondern vor allem die unterschiedlichen Charaktere, die man jeden für sich lieben lernt.
Zum einen Alain, ein junger Mann, der die Welt mit offenen Augen sieht, es versteht, aufmerksam zu beobachten und doch genug Fantasie und Herz besitzt, das Leben mit allen Facetten zu leben und zu lieben. Als Gegenpart agiert sein bester Freund Robert – ein Realist und Frauenheld, wie er im Buche steht. Robert steht seinem Freund mit ehrlichen Worten zur Seite, zu ehrlich manchmal, aber mit so viel Witz und Ironie, dass ich häufig schmunzelte, obwohl Alain oftmals überhaupt nicht zum Lachen zumute war.
Auch die zahlreichen Nebenfiguren hat Barreau mit Detailtreue und Facettenreichtum erdacht, sodass man sie ebenso lieb gewinnt, wie die Hauptakteure des Romans. Und nicht zuletzt Mélanie, die nur wenige, aber dafür nicht weniger eindrucksvolle Auftritte hat, war mir am Ende der Geschichte so vertraut wie Alain oder Soléne.

Obwohl mir persönlich das Ende fast schon ein bisschen zu kitschig war, ist „Eines Abends in Paris“ ein wundervoller, romantischer Roman, der perfekt zu einer Tasse Tee und einem regnerischen Sonntag-Nachmittag passt.
Ich kann ihn mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen und wünsche euch viel Spaß beim Lesen! 🙂

Das Buch ist beim PIPER Verlag mit der ISBN 978-3492302463 erschienen und kann bei Amazon für 9,99€ gekauft werden.

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